Gschicht und Gschicht’n

Leiser Fasching im Museumstreffpunkt Aham

Am Freitag, 13.02.26 laden wir Kinder – mit oder ohne Eltern – zu einem besonderen, schöpferischen Nachmittag in den Museumstreffpunkt Aham in der Hauptstraße 9 ein. Von 16:30 Uhr bis 18 Uhr tauchen wir gemeinsam ein in eine andere Zeit und probieren aus, wie Menschen Farben gemacht, sich früher geschmückt, bemalt und dargestellt haben.

Dabei geht es um achtsames Gestalten, gemeinsames Nachdenken und kreatives Ausprobieren.

Die Kleidung der Teilnehmenden sollte mögliche Farbklekse aushalten können. Der Unkostenbeitrag beträgt 6 Euro/Kind. Wir bitten um Anmeldung ganz unten auf dieser Seite.

Was wir machen

🟤 Farbe aus der Erde

  • Bemalen von Stirnbändern aus Leinen mit Naturpigmenten
    (Ocker, Umbra, Siena)
  • Bemalung von Masken mit einfachen Motiven
    (Tiere, Hände, Spiralen)
  • optional: Bemalung von Händen oder Unterarmen

🟤 Schmuck herstellen

  • Ketten aus Naturmaterial
  • ruhiges Fädeln, Gestalten, Kombinieren

🟤 Nachdenken & Erzählen

  • „Warum haben Menschen sich Masken gemacht?“
  • „Wann fühlen wir uns stark oder geschützt?“

🟤 Zeigen & Teilen

  • Gestaltung einer kleinen Symbolwand als Hintergrund für Erinnerungsfotos

Zum Abschluss (freiwillig): eine kleine Modenschau durch den Raum

Warum Menschen sich schmücken

Seit es Menschen gibt, schmücken sie sich.
Nicht nur zu Festen, nicht nur im Fasching, sondern immer dann, wenn etwas wichtig ist.

Manchmal schmücken Menschen ihren Körper,
manchmal ihr Gesicht,
manchmal ihre Hände oder ihre Haare.
Und manchmal schmücken sie ihre Häuser – mit Farben, Mustern, Zeichen.

Die Farben kommen oft aus der Erde.
Aus rotem Stein.
Aus gelber Erde.
Aus schwarzer Asche.
Aus weißem Kalk.

Diese Farben erzählen Geschichten.
Sie sagen: Ich gehöre dazu.
Oder: Heute bin ich jemand anderes.
Oder: Heute ist ein besonderer Tag.

In manchen Gegenden malen Menschen Linien ins Gesicht,
damit man sie erkennt.
In anderen malen sie Punkte oder Kreise,
die an Sonne, Regen oder Tiere erinnern.
Manche Muster schützen.
Andere machen Mut.
Wieder andere sind einfach schön.

Auch Häuser werden geschmückt.
Mit Zeichen an Türen.
Mit Farben an Wänden.
Mit Mustern über Fenstern.
Damit jeder sieht:
Hier lebt jemand.
Hier ist ein Zuhause.

Schon vor sehr langer Zeit,
lange bevor es Spiegel oder Kleidung wie heute gab,
haben Menschen ihre Körper bemalt.
Nicht laut.
Nicht schnell.
Sondern ruhig und mit Bedacht.

Vielleicht haben sie sich dabei angesehen.
Vielleicht haben sie einander geholfen.
Vielleicht haben sie gelacht.
Vielleicht waren sie ganz still.

Und vielleicht war das Schmücken selbst schon ein Fest.

Heute machen wir etwas Ähnliches.
Wir benutzen Farben aus der Erde.
Wir gestalten Zeichen.
Wir probieren aus, wie es sich anfühlt,
ein kleines bisschen anders auszusehen.

Nicht um jemand anderes zu sein.
Sondern um zu zeigen:
Ich bin da.

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