Museumstreffpunkt: Vergangene Veranstaltungen

Der Museumstreffpunkt beteiligte sich am Kid’s World Cup Vilsbiburg auf dem Gelände des TSV Haarbach mit einer Station und drei Betreuerinnen. Der Kid’s World Cup Vilsbiburg ist ein interkultureller und inklusiver Sport- und Kulturtag für Kinder und Jugendliche. Die Kinder konnten bei uns in die Steinzeit eintauchen und mit selbst hergestellter Gestein-Farbe Schwirrhölzer bemalen, ein Sortierspiel spielen, Plüschtiere jagen sowie auf Granitsteinen Weizenkörner zu Mehl mahlen.


Wenn Geschichte zum Ausflugsziel wird

Mit einer so großen Resonanz hatten wir nicht gerechnet: Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes Landshut entschieden sich bei ihrem diesjährigen Betriebsausflug für einen Besuch im Museumstreffpunkt „Ahams Boden erzählt Geschichte(n)“ – und machten sich überwiegend mit dem Fahrrad auf den Weg nach Aham.

Zwischen 9 und 12 Uhr herrschte auf unserem Museumsgelände reges Treiben. Unter Pavillons und Sonnenschirmen wurde bei Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken geratscht, verweilt und die besondere Atmosphäre genossen. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, die Museumsräume zu erkunden und mehr über die Geschichte unserer Heimat zu erfahren.

Im Mittelpunkt standen die einstündigen Führungen durch Ernst Kiunke und Aniko Reintke. In mehreren Gruppen tauchten die Besucherinnen und Besucher in die Welt der archäologischen Funde und regionalen Geschichte ein. Die vielen interessierten Fragen und Gespräche zeigten, wie spannend die Geschichten sein können, die direkt vor unserer Haustür verborgen liegen.

Besonders gefreut haben uns die zahlreichen positiven Rückmeldungen. Schon während des Besuchs erhielten wir viel Anerkennung für die Führungen und das gesamte Angebot. Auch im Nachgang erreichten uns über die Betriebsratsvorsitzende des Landratsamtes, Frau Christiane Seifert, weitere begeisterte Stimmen der Teilnehmenden.

Für unser ehrenamtliches Team des Treffpunkt e.V war dieser Besuch eine große Freude und zugleich eine besondere Wertschätzung unserer Arbeit. Dass sich so viele Menschen für einen Ausflug nach Aham entschieden haben, zeigt: Ahams Bodengeschichten finden immer mehr Interessierte – weit über die Gemeindegrenzen hinaus.

Herzlichen Dank für den Besuch. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!


Wie war das Leben eines Dorfkindes in den Jahren vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, baten wir eine vor wenigen Wochen 90 Jahre alt gewordene Ahamer Zeitzeugin, im Rahmen der Reihe „D´Gschicht und Gschichtn“ im Museumstreffpunkt aus ihrem Leben zu erzählen. Entstanden ist ein ebenso bewegender wie unterhaltsamer Nachmittag voller Erinnerungen an Krieg, Armut, Glauben, Familie und den Mut, schon als Kind Fragen zu stellen.


Ihre erste Erinnerung reicht zurück bis ins Alter von drei Jahren. Ein Nachbarhof stand in Flammen. Als das kleine Mädchen, erfüllt von den Bildern des Feuers, vom Lärm und von der Angst, nach Hause ging, sah sie zum ersten Mal Kriegsflugzeuge über sich hinwegziehen. Das Kriegsgeschehen war dem kleinen Dorf plötzlich ganz nah gekommen. Später beobachtete sie auf dem Feld ihren Vater beim Arbeiten mit seinen Ochsen, als sich über ihr zwei Flugzeuge bekämpften – ein deutsches und ein englisches. Sie war buchstäblich mittendrin. Über ihr tobte das Luftgefecht. Das deutsche Flugzeug zog danach ab, der englische Flieger stürzte bei Poxau in die Vils. Solche Bilder blieben ihr ein Leben lang im Gedächtnis.


Trotz aller Härten bewahrte sie sich als Kind ihre eigenen Rückzugsorte. Besonders liebte sie die Birnbäume weit hinter dem Haus. Dort herrschte, wie sie erzählt, „eine andere Welt, eine andere Luft, ein anderes Gefühl“. Schon als junges Mädchen dichtete sie dort. Ein gerahmtes Gedicht in ihrem Haus erinnert noch heute daran.
Eine ihrer prägendsten Kindheitserinnerungen ist mit ihrer Einschulung verbunden. Ihr Vater brachte sie auf der Fahrradstange zur Schule. Dort fragte die Lehrerin: „Ist das die Letzte von der ersten Frau?“ Das Kind verstand die Bemerkung nicht und fragte auf dem Heimweg nach. Der Vater fuhr mit ihr zum Friedhof, blieb vor einem Grab stehen und sagte: „Das daheim ist nicht deine Mutter. Deine Mutter liegt hier. Du gießt das Grab deiner Mutter.“ Während der Vater lange am Grab weinte, lief das Mädchen zwischen den Gräbern umher. Zuhause sprach sie ihre Stiefmutter an: „Du bist ned mei Mama. Ich weiß, dass du zu klein bist.“ Geliebt worden sei sie von ihrer Stiefmutter nicht, berichtet die Erzählerin. „Der war ich egal.“


Mit Humor erzählt sie auch von ihrem Besuch beim Zahnarzt in Gerzen. Aus Angst vor der Behandlung lief sie davon und drehte sich erst an der Brücke Richtung Johannesbrunn wieder um. Weit hinter ihr liefen bereits der Arzt und ihre Schwester. „Die hätten mich niemals eingeholt“, erinnert sie sich lachend. Am nächsten Tag erschien der Doktor persönlich am Hof. Die kleine Patientin versteckte sich. Nach einem Blick in den Mund ihrer Schwester erklärte der Zahnarzt schließlich, alles sei in bester Ordnung.


Die Familie war arm. Der Vater war kein Mitglied der NSDAP. Deshalb erhielt die Familie manches nicht, was anderen zustand – sogar Schuhe wurden ihnen verweigert. Oft gingen die Kinder barfuß oder nur in Strümpfen zur Schule. Im Winter hingen die nassen Strümpfe zum Trocknen am Ofen im Schulhaus. Vor dem Unterricht mussten die Kinder nüchtern den Gottesdienst besuchen. An Lernen mit hungrigem Magen war da oft nicht zu denken. Immer wieder sagt sie dazu: „Ja das war halt damals a so.“


Der Vater galt als kritischer Geist. Nachdem er eine Rede Hitlers gehört hatte, sagte er öffentlich, dieser werde das Land zugrunde richten und der Krieg sei bereits verloren. Ein anderer Mann entgegnete ihm: „Nur weil du so viele Kinder hast, bist du noch daheim.“ Mit insgesamt neun Kindern war die Familie groß.
Schon früh begann das damals junge Mädchen, Autoritäten und überlieferte Wahrheiten zu hinterfragen. Als der Pfarrer von Adam und Eva und deren beiden Söhnen erzählte, fragte sie sich, woher dann die weiteren Menschen gekommen sein sollten. „Da konnte etwas nicht stimmen, da fehlte was“, erinnert sie sich schmunzelnd. Dieser Drang, Dinge verstehen zu wollen, zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Erinnerungen.
Auch die strengen Regeln der damaligen Zeit blieben ihr in Erinnerung. Nach der Beichte erhielten die Gläubigen Beichtzettel. In der folgenden Woche kontrollierte der Pfarrer die Familien und achtete darauf, ob für jede Person ein Zettel vorhanden war. Die Leute wussten sich jedoch zu helfen und gaben die Zettel nach der Kontrolle heimlich weiter, damit niemand in Ungnade fiel.
Besonders schmerzlich war der Verlust eines älteren Bruders, den sie sehr liebte. Während seiner Heimaturlaube stritt er oft mit dem Vater, weil er zunächst an Hitlers Ideen glaubte. Beim letzten Heimaturlaub sagte er schließlich: „Vater, ich glaub, du hast recht ghabt.“ Wenig später fiel er im Alter von nur 24 Jahren im Krieg.


Manches erzählt die Zeitzeugin mit einem Augenzwinkern. So verkleidete sich einmal ihre Schwester als Nikolaus. Der kleine Bruder erkannte sie jedoch sofort und riss ihr die Verkleidung vom Leib. Sie kam ganz zerrupft nachhause. „Ich hab’s ihr jetzt mal richtig gezeigt“, verkündete er stolz. Die 90-Jährige lacht heute noch darüber.
Auch die Kleidung war damals streng geregelt. Mädchen durften keine Hosen tragen. Aus Stoffresten, die aus einer verlassenen Militärbaracke organisiert worden waren, ließ die Familie für sie eine warme Hose nähen, die sie unter dem Rock trug. Weil der Pfarrer dies nicht sehen sollte – er hätte ihr die Hose weggenommen –, versteckte sie diese außerhalb der Ortschaft in einem Holzstoß und zog sie erst beim Nachhausegehen wieder an. Nach Kriegsende fanden die Geschwister heraus, dass amerikanische Besatzungssoldaten Vorräte in Konservendosen vergraben hatten. Immer wieder gelang es ihnen, etwas Zucker oder andere Lebensmittel zu bergen – ein kleiner Schatz in einer Zeit des Mangels.


Besonders eindringlich sind ihre Erinnerungen an die jüdischen Häftlinge, die auf dem Todesmarsch auf den Nachbarhof getrieben wurden. Sie sah die Menschen mit ihren eingefallenen Gesichtern und den zerlumpten Kleidern. Noch nie zuvor hatte sie solch geschundene Menschen gesehen. Ein SS-Mann zählte, die in Reihe gestellten Gefangenen, laut ab: „103.“ Das beobachtende Mädchen zählte nach. Tatsächlich: 103 Menschen. Einer ihrer Brüder wollte ihnen abends heimlich Kartoffeln rüber bringen – im Hemd und in den Taschen versteckt. „Das reicht doch niemals für 103 Menschen“, dachte das Mädchen damals. Als der Hilfeversuch entdeckt wurde, wurde ihr Bruder mit dem Tod bedroht und vertrieben.
Ein Erlebnis verfolgte die Zeitzeugin noch lange. Sie erinnerte sich an zwei jüdische Gefangene, die versuchten zu fliehen. Sie wurden gefasst und erschossen. Als Kind träumtesie immer wieder davon. Sie selbst kannte Verstecke und mögliche Fluchtwege in der Umgebung und fragte sich später oft, ob die Menschen hätten gerettet werden können, wenn diese sie gekannt hätten. Diese Gedanken ließen sie noch lange nicht los.


Auch mit 90 Jahren erzählt die Seniorin klar, lebendig und oft mit feinem Humor. Ihre Lebenserinnerungen sind weit mehr als persönliche Geschichten. Sie geben Einblick in eine Zeit, die für jüngere Generationen kaum noch vorstellbar ist – und zeigen zugleich eine Frau, die schon als Kind den Mut hatte, Fragen zu stellen und selbst zu denken. Zum Dank für ihre eindrucksvollen Schilderungen erhielt die Jubilarin einen Blumenstrauß, ihren Lieblingssirup sowie eine Museumsmaus, das Erkennungszeichen des Museumstreffpunkts Aham.


Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „D´Gschicht und Gschicht`n“ statt. Eine weitere ist bereits für den Herbst geplant. Dann werden im Museumstreffpunkt Aham erneut Erinnerungen lebendig werden und ein Stück regionaler Geschichte aus erster Hand erzählt werden.



Der Museumstreffpunkt Aham wurde kürzlich zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Kindergeburtstags: 15 Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren tauchten gemeinsam in die Welt der Spuren der Vergangenheit ein und verwandelten das Museum für einen Abend in einen lebendigen Lern‑ und Erlebnisraum. Unter dem Motto „Ahams Boden erzählt Geschichte(n)“ stand die Frage im Mittelpunkt, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm zog: Was bleibt von uns?

Nach einer herzlichen Begrüßung im Obergeschoss des Museums startete die Gruppe mit einem gemeinsamen Essen. Der erste thematische Impuls drehte sich um Alltagsgegenstände der Kinder. Schnell wurde klar: Auch moderne Dinge können zu zukünftigen Funden werden. Dieser spielerische Einstieg öffnete den Blick für die Leitfrage und bereitete die Gruppe auf die Erkundung der Ausstellungsräume vor.

In kleinen Teams erkundeten die Kinder die drei Ausstellungsräume – jede Gruppe mit einer eigenen Rolle:

  • Spurenleser*innen — sie suchten nach Hinweisen auf vergangenes Leben
  • Umweltforscher*innen — sie untersuchten Materialien und Naturbezüge
  • Nahrungsexpert*innen — sie verglichen frühere und heutige Ernährungsweisen
  • Archäolog*innen — sie analysierten Fundstücke und deren Bedeutung
  • Materialgelehrte — sie prüften Beständigkeit und Vergänglichkeit

Die Rollen halfen, die Ausstellung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. In der anschließenden Auswertungsrunde stellten die Gruppen ihre Ergebnisse vor. Gemeinsam mit der Museumspädagogin wurden zentrale Erkenntnisse herausgearbeitet:
Menschen hinterlassen Spuren. Diese Spuren erzählen Geschichten. Und vieles, was wir heute wegwerfen, könnte morgen ein archäologischer Schatz sein.

Ein Höhepunkt des Abends war die Gestaltung eines großen Gemeinschaftsbildes für das Geburtstagskind. Aus wiederverwertbaren Materialien – vom Museum gesammelt – entstand ein farbenfroher Schattenriss, der die Leitfrage des Abends künstlerisch aufgriff. Ein kreativer Moment, der Teamgeist und Fantasie sichtbar machte.

Zum Ausklang ging es gemeinsam zur Feuerstelle der Gemeinde Aham. Dort wurde der Text „Der Acker, der sprechen konnte“ vorgelesen – ein ruhiger, poetischer Abschluss, der die Kinder noch einmal zur Reflexion anregte. Danach durfte der Abend einfach ausklingen: Feuer, Gespräche, Gemeinschaft.

Der Kindergeburtstag im Museumstreffpunkt Aham zeigte eindrucksvoll, wie Museumspädagogik junge Menschen begeistern kann. Die Mischung aus Forschen, Gestalten, Entdecken und gemeinsamem Erleben machte den Abend zu einem besonderen Ereignis – für das Geburtstagskind, für die Gäste und auch für das Museumsteam.


Wenn es draußen langsam dunkel wird, beginnt im Museum eine Reise in eine längst vergangene Welt: in die Zeit der Jäger und Sammler. Ein Abend voller Geheimnisse, Mutproben – und kniffliger Rätsel erwartet euch!

Gemeinsam tauchen wir ein in den Mitrate-Krimi „Das Orakel des Schamanen“:

In der Sippe der Rentierleute geschehen seltsame Dinge: Vorräte verschwinden, die Jagd bleibt erfolglos – und plötzlich sorgt ein unheimliches „Geisterwesen“ für Angst und Schrecken. Sogar die heilige Höhle ist nicht mehr sicher.
Aya, Toki und Lur lassen sich davon nicht einschüchtern. Sie beginnen zu ermitteln – und geraten dabei selbst in große Gefahr…



Was wir gemacht haben

  • Farbe aus der Erde
    • Bemalen von Stirnbändern aus Leinen mit Naturpigmenten
      (Ocker, Umbra, Siena)
    • Bemalung von Masken mit einfachen Motiven
      (Tiere, Hände, Spiralen)
    • optional: Bemalung von Händen oder Unterarmen
  • Schmuck herstellen
    • Ketten aus Naturmaterial
    • ruhiges Fädeln, Gestalten, Kombinieren
  • Nachdenken & Erzählen
    • „Warum haben Menschen sich Masken gemacht?“
    • „Wann fühlen wir uns stark oder geschützt?“
  • Zeigen & Teilen
    • Gestaltung einer kleinen Symbolwand als Hintergrund für Erinnerungsfotos
    • Zum Abschluss (freiwillig): eine kleine Modenschau durch den Raum

Warum Menschen sich schmücken

Seit es Menschen gibt, schmücken sie sich.
Nicht nur zu Festen, nicht nur im Fasching, sondern immer dann, wenn etwas wichtig ist.

Manchmal schmücken Menschen ihren Körper,
manchmal ihr Gesicht,
manchmal ihre Hände oder ihre Haare.
Und manchmal schmücken sie ihre Häuser – mit Farben, Mustern, Zeichen.

Die Farben kommen oft aus der Erde.
Aus rotem Stein.
Aus gelber Erde.
Aus schwarzer Asche.
Aus weißem Kalk.

Diese Farben erzählen Geschichten.
Sie sagen: Ich gehöre dazu.
Oder: Heute bin ich jemand anderes.
Oder: Heute ist ein besonderer Tag.

In manchen Gegenden malen Menschen Linien ins Gesicht,
damit man sie erkennt.
In anderen malen sie Punkte oder Kreise,
die an Sonne, Regen oder Tiere erinnern.
Manche Muster schützen.
Andere machen Mut.
Wieder andere sind einfach schön.

Auch Häuser werden geschmückt.
Mit Zeichen an Türen.
Mit Farben an Wänden.
Mit Mustern über Fenstern.
Damit jeder sieht:
Hier lebt jemand.
Hier ist ein Zuhause.

Schon vor sehr langer Zeit,
lange bevor es Spiegel oder Kleidung wie heute gab,
haben Menschen ihre Körper bemalt.
Nicht laut.
Nicht schnell.
Sondern ruhig und mit Bedacht.

Vielleicht haben sie sich dabei angesehen.
Vielleicht haben sie einander geholfen.
Vielleicht haben sie gelacht.
Vielleicht waren sie ganz still.

Und vielleicht war das Schmücken selbst schon ein Fest.

Heute machen wir etwas Ähnliches.
Wir benutzen Farben aus der Erde.
Wir gestalten Zeichen.
Wir probieren aus, wie es sich anfühlt,
ein kleines bisschen anders auszusehen.

Nicht um jemand anderes zu sein.
Sondern um zu zeigen:
Ich bin da.




Der Museumstreffpunkt Aham bot die Suche nach archäologischen Artefakten für Neugierige aller Altersgruppen an.

Wo haben unsere Vorfahren, die ersten Bauern Niederbayerns gelebt? Wir erkundigten gemeinsam einen Platz, an dem nachweislich vor ca. 7.500 Jahren bereits Menschen gelebt und Getreide angebaut haben. Was mochten sie an diesem Ort? Was verbindet uns heute mit ihnen? Wir konnten selbst Entdeckungen machen, die wir dann dokumentierten und dem Landesamt für Denkmalpflege vorlegten.


Wie die Beute nach Hause bringen? Wie den Vorrat vor Mäusen sicher aufhängen? Diese Fragen beschäftigten schon die Menschen in der Steinzeit. Seile und Schnüre konnten hilfreich sein. Wir lernten an diesem Nachmittag, sie von Hand zu machen aus verschiedenen Fasern, wie Brennnessel und Bast. Die Weiterverarbeitung als Kette oder Schnürgurt konnten wir ebenfalls ausprobieren.


Am 12.09.2025 wurde der fertig gestellte Museumstreffpunkt feierlich eröffnet. Am darauf folgenden Eröffnungswochenende kamen zahlreiche kleine und große Besucher, um das neue Kulturangebot in Aham zu entdecken und zu erleben.

Geöffnet ist künftig jeden zweiten Sonntag im Monat von 14-16:30 Uhr sowie jederzeit nach Vereinbarung (Kontakt: aniko.reintke[at]treffpunkt-aham.de, 015168148830).


Am 13.08.2025 fand unter dem Motto „Steinzeit in Aham erleben“ unser Ferienprogramm statt. Zu Beginn zeigte der experimentelle Archäologe Lothar Breinl eine Diashow, um den Kindern die Theorie etwas näher zu bringen. Danach ging es voller Tatendrang nach draußen und die Kinder durften „Tonen“, Signalholz basteln und bemalen, Muscheln abschleifen und Ketten machen. Die Kinder hatten sichtlich Spaß und waren sehr interessiert. Für Groß und Klein ein voller Erfolg



Am Sonntag, den 18.05.25, dem Internationalen Museumstag, öffnete sich der Museumstreffpunkt für alle, die sich den bisherigen Fortschritt ansehen wollten. Von 14 Uhr bis 17 Uhr war bei freiem Eintritt geöffnet.



Am 09. April 2025 um 19 Uhr lud der Verein Treffpunkt e.V. in die sich noch in der Gestaltungsphase befindlichen Räume des Museumstreffpunkts in der Hauptstraße 9 zu einem sehr persönlichen Erzählabend ein.

Die Arbeit des Ahamer Museumstreffpunkts soll durch die Reihe „Gschicht und Gschicht’n“ das archäologische Ausstellungsangebot ergänzen. In dieser ersten Begleitveranstaltung des Museums galt die Aufmerksamkeit ganz der Lebensgeschichte einer 86-jährigen Dame.

Gschicht und Gschicht’n 04/2025
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